Der Weltfrauentag am 8. März 2025 steht im Zeichen des globalen Kampfes für Geschlechtergerechtigkeit. Trotz wichtiger Erfolge nehmen Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und lesbische, schwule, bisexuelle, trans und intergeschlechtliche Menschen (LGBTI+) weltweit zu. Erfahre hier, warum der Einsatz für Gleichberechtigung wichtiger denn je ist und wie du aktiv werden kannst.
Amnesty-Aktionen zum Internationalen Frauentag 2025
Wir rufen alle auf, sich am diesjährigen Weltfrauentag am 8. März zu engagieren und die Stimme zu erheben. Um daran zu erinnern, was wir gemeinsam schon erreicht haben. Und um uns dafür einzusetzen, dass diese Errungenschaften nicht wieder rückgängig gemacht werden.
Die ehrenamtliche Amnesty-Themengruppe “Menschenrechtsverletzungen an Frauen” hat wie jedes Jahr passende Aktionsmaterialien und Ideen zusammengestellt. Dazu gehören:
1. Aktionsvorschlag “Russland: Missing Women“
Der russische Angriffskrieg gegen die gesamte Ukraine ihat seit Februar 2022 das Leben der gesamten ukrainischen Bevölkerung dramatisch verändert. Aber auch für die russische Zivilgesellschaft hat sich die Situation seitdem zugespitzt. Seit Februar 2022 hat die russische Regierung 65 neue Gesetze eingeführt – nur um legitime Kritik am Krieg gegen die Ukraine zu kriminalisieren. Auffällig ist, dass viele Frauen wegen ihrer Kritik am Krieg verfolgt oder inhaftiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die Journalistin Maria Ponomarenko, die Aktivistin Daria Kozyreva oder die Künstlerin Anastasia Dyudyaeva. Für diese und andere mutige Frauen will sich Amnesty gemeinsam mit der Organisation “Feminist Anti-War Resistance” im Rahmen der Aktion einsetzen und sie unterstützen.
Zeige auch du Solidarität mit Frauen in Russland, die aufgrund ihres Protests inhaftiert sind.
Aktionsanleitungen, Social-Media-Postings und weitere Informationen findest du auf amnesty-frauen.de: hier klicken
2. Aktionsvorschlag “Frauen in Haft im Iran”

Die Aktivistin Pakhshan Azizi ist Angehörige der kurdischen Minderheit im Iran (undatiertes Foto). © privat
Auch im Iran geraten Frauen ins Visier der Behörden, wenn sie sich kritisch äußern oder gegen die Regierung protestieren. Die “Frau-Leben-Freiheit”-Proteste haben deutlich gezeigt, dass sie sich trotz der großen Gefahr nicht von der iranischen Regierung einschüchtern lassen und dafür Repressionen und sogar Inhaftierungen in Kauf nehmen. Die Haftbedingungen in iranischen Gefängnissen sind jedoch brutal: Gefangene werden gefoltert und misshandelt. Die Zellen sind überfüllt, so dass die Gefangenen unter unhygienischen Bedingungen leben und bei grellem Licht auf dem Boden schlafen müssen. Amnesty setzt sich mit dieser Aktion für Frauen ein, die wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte und ihres Aktivismus im Iran inhaftiert sind.
Unterstütze auch du die mutigen Frauen in iranischen Gefängnissen und fordere Gerechtigkeit!
Wie du dies tun kannst, erfährst du auf amnesty-frauen.de: hier klicken
Weitere Informationen zum Weltfrauentag und Menschenrechtsverletzungen an Frauen gibt es hier.