„Brave Wall“ würdigt mutige Frauenrechtlerinnen weltweit – Kurzfilm über das Kunstwerk

„Brave Wall“: Die Künstlerin Katerina Voronina bei der Fertigstellung des Wandgemäldes, das sie in Berlin-Kreuzberg zu Ehren der ermordeten brasilianischen Menschenrechtsverteidigerin Marielle Franco malte (März 2021). © Nika Kramer

Am Internationalen Frauentag am 8. März würdigen wir Frauen für ihren Kampf gegen Gewalt und staatliche Unterdrückung. Wir machen mit einem Street-Art-Kunstwerk auf ihren Einsatz aufmerksam. Die „Brave Wall“ ist in Kooperation mit dem Berliner URBAN NATION Museum for Urban Contemporary Art entstanden: Ab heute können Sie das Wandgemälde an einem Hochhaus in Berlin-Kreuzberg bewundern. Das Bild wurde von der Künstlerin Katerina Voronina kreiert und stellt Marielle Franco in den Mittelpunkt, die sich neben ihrem Einsatz für LGBTI-Rechte, auch für Frauen, Favela-Bewohner_innen und die Schwarze Bevölkerung engagierte. Der Mord an ihr ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Weltweit haben mit uns über eine Million Menschen Gerechtigkeit für sie gefordert.

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Mut braucht Schutz!
Überall werden Frauen noch immer nur aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt und angegriffen. Kurzer Blick in die Welt: In Polen wurden beispielsweise reproduktive Rechte eingeschränkt. In vielen Ländern wie in Mexiko und Südafrika ist die Zahl an Frauenmorden besonders hoch. In Saudi-Arabien sind Frauen in Haft, weil sie ihre Rechte einfordern. Auch bei uns ist völlige Gleichstellung noch keine Realität.

Die bestehende Geschlechterordnung wird auch von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen herausgefordert. Allein wegen ihrer sexuellen Orientierung werden sie angegriffen. Menschen, die sich für sie einsetzen, bezahlen dafür sogar mit ihrem Leben, wie die brasilianische Menschenrechtlerin und Stadträtin Marielle Franco. Sie wurde im März 2018 in Rio de Janeiro auf offener Straße erschossen.

Umso wichtiger ist daher der Schutz und das Engagement von Menschenrechtlerinnen, die entschlossen gegen diese Ungerechtigkeiten vorgehen. Oft werden sie dabei selbst verbal und körperlich attackiert – mit geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt. Nur weil sie Frauen sind, erleben sie häufig zweifachen Druck und Verfolgung: in der Familie wegen ihrer zugewiesenen Rolle als Frau und in der Öffentlichkeit wegen ihres Einsatzes für Menschenrechte. Werden Sie jetzt für aktiv: amnesty.de/mut-braucht-schutz

Mit Ihrer Unterstützung machen Sie es möglich, dass Frauenrechtlerinnen wie Loujain al-Hathloul frei kommen, oder dass in Ländern wie Argentinien illegale Schwangerschaftsabbrüche nicht mehr das Leben von Frauen gefährden.