Woche der Meinungsfreiheit: Medienschaffende und Zivilgesellschaft weltweit unter Druck

Protestaktion in der türkischen Hauptstadt Istanbul gegen die Einschränkung der Pressefreiheit vor einem Gerichtsgebäude, in dem sieben Medienschaffenden nur wegen ihrer journalistischen Tätigkeit der Prozess gemacht wurde (September 2020). © © OZAN KOSE/AFP via Getty Images

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels macht mit der ersten „Woche der Meinungsfreiheit“ vom 3. bis 10. Mai 2021 auf die Bedeutung der Meinungsfreiheit für unsere Menschenrechte aufmerksam.  Amnesty International unterstützt als Partnerorganisation die Woche mit verschiedenen Online-Aktionen und legt dabei den Fokus auf die Situation von Medienschaffenden in afrikanischen Ländern.

Die Meinungsfreiheit wird weltweit zunehmend eingeschränkt. Staaten nutzen technische Möglichkeiten wie Überwachungssysteme, Spionagesoftware oder Internet-Shutdowns, um die Räume von Journalistinnen und Journalisten sowie Bürgerinnen und Bürgern zu verengen. Derweil nutzen zahlreiche Regierungen die Covid19-Pandemie dazu, das Recht auf freie Meinungsäußerung, zum Beispiel auf Demonstrationen oder durch Angriffe auf Medienschaffende, weiter einzuschränken. Überall auf der Welt werden Menschen angegriffen, verhaftet oder gar getötet, weil sie von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen. Beispielsweise wird in Moskau Gesichtserkennungssoftware eingesetzt, um friedlich Demonstrierende zu identifizieren und zu verhaften. Amnesty International sieht massive Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Russland, wie auch in der Türkei und in Myanmar. Der Fokus der diesbezüglichen Arbeit der Menschenrechtsorganisation liegt dieses Jahr auf afrikanischen Staaten wie Simbabwe und Mosambik.

Online-Aktion für den mosambikanischen Journalisten Ibraimo Abú Mbaruco

Im April 2020 kehrte der Journalist Ibraimo Abú Mbaruco nicht nach Hause zurück. Er wurde mutmaßlich von Armeeangehörigen willkürlich festgenommen. Seither fehlt jede Spur von ihm. Seine Familie und Kolleg_innen befürchten, dass das Militär ihn willkürlich inhaftiert hat. Er hatte zuvor über die Aktivitäten der Gruppierung al-Shabaab und der Sicherheitskräfte im Norden Mosambiks berichtet.

Am 14. April reichte die Familie einen Antrag bei der Staatsanwaltschaft ein und forderte sie auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Freilassung von Ibraimo Abú Mbaruco zu erwirken. Unterstützt sie dabei und beteiligt euch an unserer Online-Aktion.

Beteilige dich an der Online-Aktion für Ibraimo Abú Mbaruco!

Solidarität mit dem simbabwischen Journalisten Itai Dzmara

Am Morgen des 9. März 2015 wurde der Journalist und Demokratieverfechter Itai Dzamara in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, verschleppt. Seitdem bleibt er verschwunden. Er hatte zuvor mehrfach die Regierung Simbabwes kritisiert und Neuwahlen gefordert. Wir wollen Itais Familie unterstützen und unsere Solidarität im Rahmen dieser Online-Aktion zeigen.

Beteilige dich an der Online-Aktion für Itai Dzmara!

Weitere Informationen zur „Woche der Meinungsfreiheit“.

Online-Aktionen der Themenwoche zu afrikanischen Staaten